Markus Voigt

Misericordien

Ausschnitte hier:

Eine meditative Performance vor dem Hauptportal der Hamburger Michaeliskirche.. Obgleich das Stück an sich weltlich ist, wollte ich auf den Klang und die Melancholie geistlicher Musik nicht verzichten.

“Traditionell gibt es zwei Bedeutungen des Begriffes Misericordien („Er- barmungen“):
Zum einen handelt es sich um kleine Stützbretter im kirchlichen Chorge- stühl. In früheren Zeiten war dieses Gestühl mit Klappsitzen versehen, die hochklappten, wenn ihr Benutzer aufstand. Als Stütze für lange Stehzeiten waren an der Unterseite der Sitze die Misericordien angebracht. Groteske kleine Schnitzfiguren bildeten oft die sinnreich-drastische Dekoration.
Zum anderen bezeichnet das Wort eine mittelalterliche Bruderschaft der „Barmherzigen“, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, notleidende Men- schen im Sinne des Wortes aufzuheben und zu tragen.
Beide Motive bilden die Anregung für das Portalspiel, das in der heutigen Zeit die Frage nach Tragen und Getragenwerden stellt.”

Buch, Songtexte, Realisation: Michael Batz

Komposition / Arrangements / Produktion: Markus Voigt
Gesang: Patricia Rieckhoff, Markus Voigt
Mit: Marion Martienzen, Robin Brosch, Oliver Hermann, Michael Bideller