Markus Voigt

Hiev op! Requiem auf die Krane

Einige Live-Ausschnitte:

Krane aus Eisen, Hafenlandschaften aus Stahl. Also eine Musik für drei Blechbläser und ein Saxophon.
Um passende Klänge und Strukturen zu finden, habe ich versucht, für jedes Stück eine eigene, neue Kompositionsmethode zu erfinden.

“Aus keiner Hafenstadt waren sie wegzudenken: Krane an den Hafenkanten und Kailinien. Die unverwechselbare Silhouette der Auslegerriesen mit Voll- und Halbportal prägte die Landschaften des Umschlags und der Transporte. Die moderne Geschichte der Stückgutzeit ist auch die Geschichte ihrer Hebezeuge zwischen Schiff und Schuppen. Mit der Umstellung auf Containerfracht haben sich die Häfen verändert. Die Krane der Stückgutzeit wurden abgewrackt, verschwanden mehr und mehr aus dem alltäglichen Hafenbild und blieben nur noch einzeln als Museumsstücke erhalten: Als Milieustifter in der HafenCity oder im Hafenmuseum am Australiakai.
Die Anregung zu diesem Requiem – nicht auf die menschliche Seele, sondern übertragen auf die großen Arbeitsmaschinen des Hafens – geht zurück auf Gespräche mit ehemaligen Kampnagel-Kranbauern. Das Verschwinden ihrer Lebensarbeit, der Hafenkrane, ging einigen von ihnen so nahe, dass sie vom Verlust ihrer Seele und vom eigenen Verschwinden sprachen: „Wenn die jetzt weg gehen, ist es so, als wären wir nie da gewesen.“
In einem Sprechoratorium mit Musik wird die Zeit der klassischen Krane noch einmal zurückgeholt. Baubeschreibungen, Konstruktionspläne, Prospektunterschriften sowie Lebenserinnerungen sind in den Text dieses ungewöhnlichen Requiems für den Hamburger Hafen eingegangen.”

Buch, Songtexte, Realisation: Michael Batz

Komposition / Arrangements: Markus Voigt

Trompete: Nicolas Boysen
Altsaxophon: Edgar Herzog
Posaune: Rainer Sell
Tuba: Markus Voigt

Sprecher/Gesang:
Robin Brosch, Jörg Gillner, Torsten Hammann, Patricia Rieckhoff, Erik Schäffler
Aufgenommen und gemischt von Sascha Rodewald

„Der Hamburger Lichtkünstler, Produzent und Regisseur Michael Batz (“Hamburger Jedermann”, “Blue Goals”, Blue Port bei den Hamburg Cruise Days) hat den traurigen Riesen ein Requiem geschrieben, die Musik komponierte Markus Voigt.“ (Hamburger Abendblatt)

„… Mit den Kranen verschwand auch ein Stück Seele aus dem Hafen. Das Gastspiel des Theaters in der Speicherstadt mit Musik von Markus Voigt, ist eine Hommage an die klassischen Hebezeuge der Stückgutzeit. Als Oratorium für Sprecher, Chor und Brass-Quartett lässt es die Zeit der klassischen Krane noch einmal aufleben.“ (kultur-port.de)

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