Markus Voigt

Theater in der Speicherstadt

Seit einigen Jahren arbeite ich mit dem Lichtkünstler, Autor und Songtexter Michael Batz zusammen. Hier einige Projekte, die wir zusammen auf die Beine gestellt haben. Für 2016 planen wir den 3.Teil der Geschichte der Speicherstadt, die Zeit von den 1970ern bis heute – dann ist das Tryptichon wohl vollendet – schließlich sind wir jetzt Weltkulturerbe.

Speicherstadt Story II – die Lagerhausjahre

Einige Songs:

Der 2. Teil der Geschichte der Speicherstadt dreht sich um die “große Zeit” des Hamburger Hafens” zwischen 1900 und 1970, aus der die vielen heute noch herumgeisternden Mythen, Stereotypen und Sentimentalitäten stammen. Eine szenische Lesung mit beeindruckenden, eindringlichen Fotos und Musik.

“Da die Baugeschichte bereits vielfach dokumentiert worden ist, widmet sich diese szenische Lesung mit vielen Bildern, Songs, persönlichen Erinnerungen von Zeitzeugen und Dokumenten der Geschichte der Menschen, Firmen, Ereignisse, Schicksale des Weltkulturerbe-Kandidaten.
Archivmaterial und Interviews ermöglichen eine spannende, vielfältige und unterhaltsame Zeitreise durch eine Vergangenheit, die noch lange nicht vergangen ist.”

Texte/Realisation: Michael Batz
Komposition/Arrangements: Markus Voigt

Mit: Patricia Rieckhoff, Oliver Hermann, Erik Schäffler, Markus Voigt

 

Hafen Kaispeicher

Hiev op! Requiem auf die Krane

Einige Live-Ausschnitte:

Krane aus Eisen, Hafenlandschaften aus Stahl. Also eine Musik für drei Blechbläser und ein Saxophon.
Um passende Klänge und Strukturen zu finden, habe ich versucht, für jedes Stück eine eigene, neue Kompositionsmethode zu erfinden.

“Aus keiner Hafenstadt waren sie wegzudenken: Krane an den Hafenkanten und Kailinien. Die unverwechselbare Silhouette der Auslegerriesen mit Voll- und Halbportal prägte die Landschaften des Umschlags und der Transporte. Die moderne Geschichte der Stückgutzeit ist auch die Geschichte ihrer Hebezeuge zwischen Schiff und Schuppen. Mit der Umstellung auf Containerfracht haben sich die Häfen verändert. Die Krane der Stückgutzeit wurden abgewrackt, verschwanden mehr und mehr aus dem alltäglichen Hafenbild und blieben nur noch einzeln als Museumsstücke erhalten: Als Milieustifter in der HafenCity oder im Hafenmuseum am Australiakai.
Die Anregung zu diesem Requiem – nicht auf die menschliche Seele, sondern übertragen auf die großen Arbeitsmaschinen des Hafens – geht zurück auf Gespräche mit ehemaligen Kampnagel-Kranbauern. Das Verschwinden ihrer Lebensarbeit, der Hafenkrane, ging einigen von ihnen so nahe, dass sie vom Verlust ihrer Seele und vom eigenen Verschwinden sprachen: „Wenn die jetzt weg gehen, ist es so, als wären wir nie da gewesen.“
In einem Sprechoratorium mit Musik wird die Zeit der klassischen Krane noch einmal zurückgeholt. Baubeschreibungen, Konstruktionspläne, Prospektunterschriften sowie Lebenserinnerungen sind in den Text dieses ungewöhnlichen Requiems für den Hamburger Hafen eingegangen.”

Buch, Songtexte, Realisation: Michael Batz

Komposition / Arrangements: Markus Voigt

Trompete: Nicolas Boysen
Altsaxophon: Edgar Herzog
Posaune: Rainer Sell
Tuba: Markus Voigt

Sprecher/Gesang:
Robin Brosch, Jörg Gillner, Torsten Hammann, Patricia Rieckhoff, Erik Schäffler
Aufgenommen und gemischt von Sascha Rodewald

„Der Hamburger Lichtkünstler, Produzent und Regisseur Michael Batz (“Hamburger Jedermann”, “Blue Goals”, Blue Port bei den Hamburg Cruise Days) hat den traurigen Riesen ein Requiem geschrieben, die Musik komponierte Markus Voigt.“ (Hamburger Abendblatt)

„… Mit den Kranen verschwand auch ein Stück Seele aus dem Hafen. Das Gastspiel des Theaters in der Speicherstadt mit Musik von Markus Voigt, ist eine Hommage an die klassischen Hebezeuge der Stückgutzeit. Als Oratorium für Sprecher, Chor und Brass-Quartett lässt es die Zeit der klassischen Krane noch einmal aufleben.“ (kultur-port.de)

Misericordien

Ausschnitte hier:

Eine meditative Performance vor dem Hauptportal der Hamburger Michaeliskirche.. Obgleich das Stück an sich weltlich ist, wollte ich auf den Klang und die Melancholie geistlicher Musik nicht verzichten.

“Traditionell gibt es zwei Bedeutungen des Begriffes Misericordien („Er- barmungen“):
Zum einen handelt es sich um kleine Stützbretter im kirchlichen Chorge- stühl. In früheren Zeiten war dieses Gestühl mit Klappsitzen versehen, die hochklappten, wenn ihr Benutzer aufstand. Als Stütze für lange Stehzeiten waren an der Unterseite der Sitze die Misericordien angebracht. Groteske kleine Schnitzfiguren bildeten oft die sinnreich-drastische Dekoration.
Zum anderen bezeichnet das Wort eine mittelalterliche Bruderschaft der „Barmherzigen“, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, notleidende Men- schen im Sinne des Wortes aufzuheben und zu tragen.
Beide Motive bilden die Anregung für das Portalspiel, das in der heutigen Zeit die Frage nach Tragen und Getragenwerden stellt.”

Buch, Songtexte, Realisation: Michael Batz

Komposition / Arrangements / Produktion: Markus Voigt
Gesang: Patricia Rieckhoff, Markus Voigt
Mit: Marion Martienzen, Robin Brosch, Oliver Hermann, Michael Bideller

Über fahrende Gesellen

Hier hören:

Um dem krachenden poetischen Text von Michael Batz und der flirrenden Welt „auf der Walz“ gerecht zu werden, habe ich mich für verschiedene Inspirationsquellen entschieden:
Treibende Minimal-Music-Elemente stehen für die Vielstimmigkeit des Reisens, Anklänge an Volksmusik und mittelalterliche Harmonik als Hommage an die Tradition des Handwerks und ein bisschen Rock’n Roll, um am Boden zu bleiben. Außerdem wollte ich schon immer mal Maultrommeln einsetzen.

 

Was Reisen heißt, das weiß nur der, der reist.”
Ein junger Wandergeselle, der hinaus in die Welt will, sucht einen Altgesellen, der ihn zünftig losbringt. Da erscheinen drei Kameraden am letzten Tag ihrer Wanderschaft und wollen am Tor abklatschen. Noch ist nach den Regeln ihre Walz aber nicht vorbei, daher müssen sie erst ihre phantastischen Abenteuer erzählen. Am Ende gibt es einen überraschenden Ausgang.

Buch, Songtexte: Michael Batz
Komposition / Arrangements / Produktion: Markus Voigt
Regie: Erik Schäffler
Darsteller/Gesang: Tommaso Cacciapuoti, Martin Wolf,  Tim Knauer, Tobias Schmidt

Speicherstadt Story

Musik aus dem Stück:

1Eine szenische Lesung über die bemerkenswerte Entstehung der Hamburger Speicherstadt am Ende des 19. Jahrhunderts. Kreiert aus Originaltexten und groß projizierten Fotografien aus jener Zeit, die einen sofort sehr in den Bann ziehen.  Dazu haben Michael Batz und ich neue Lieder geschrieben.2

Buch, Songtexte: Michael Batz

Komposition, Arrangements, Produktion: Markus Voigt

 

 

Gesang: Patricia Rieckhoff, Robin Brosch, Erik Schäffler, Markus Voigt

Mit:
Jörg Gillner, Erik Schäffler, Patricia Rieckhoff, Lutz Herkenrath, Patricia Beck, Guido Zimmermann, Robin Brosch, Michael Bideller, Oliver Hermann